INTERCULTI hat an dieser Stelle mehrfach über die politschen Proteste in Thailand berichtet. Seit vorigem Jahr schwelte es in der Bevölkerung. Nachdem Thaksin quasi aus dem Land gejagt worde, war sein Schwager Ministerpräsident - für viele Thais undenkbar. Die Proteste hatten in der vergangenen Woche ihren Höhepunkt erreicht, nachdem die gelben Regierungsgegner den Flughafen in Bangkok besetzt hatten und damit den wichtigsten Punkt des Land - dem Tourismus - geschadet haben. Jeden Tag verlor Thailand 85 Millionen USD.
Der Sieg der gelben Regierungsgegner wurde mit dem Gerichtsurteil und der vorangekündigten Unterstützung des Militärs gefeiert. Die rote Regierungspartei wurde verboten und der Ministerpräsident darf 5 Jahre keine Politik betreiben. Der Flughafen ist seit gestern wieder frei und in Kürze werden wieder Langstreckenflüge von Bangkok aus starten.
INTERCULTI hatte mehrfach vor dem Auswandern oder vor hohen Investitionen nach Thailand gewarnt. Thailand ist und bleibt ein hoch politisch instabiles Land. Nur der Geburtstag des König konnte dieses Jahr schlimmeres verhindern. Die Probleme mit Thailands Demokratie bleiben nach wie vor bestehen. Der König, das Militär und das Volk werden sich wohl nie komplett einig werden, wer das Land einigermaßen korruptionsfrei steuern kann. Der Tourismus wird 2009 um 30% sinken. Zu den politischen Problemen machen Prostitution und damit weiterhin leider ein schmuddeliges Image, ein hoher Anteil an HIV Infizierten und damit hohe Staatsausgaben für Gesundheit und schlechterer Export Thailands Wirtschaft zu schaffen. Die Situation kann ganz schnell wieder umkippen, wenn nun die Neuwahlen anders ausfallen oder das Militär wieder eine Übergangsregierung stellen wird.
Mit politischen Protesten sollte damit inThailand ganzjährig gerechnet werden. Auswandern lohnen sich daher nur die weit abgelegenen südlichen Landesteile. Hier sollte man aber auf die Probleme mit der islam. Minderheiten achten. INTERCULTI rät abwarten! Für Urlaub immer gut aber vorsichtig bei geschäftlichen Engagements.