Die olympische Fackel geht um die Welt und wird diesmal nicht willkommen geheissen, sondern mit scharfen Protesten begrüßt. INTERCULTI hat diverse Berichte in Magazinen und dem TV ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass sich derzeit China in der Klemme befindet - Image der Olympischen Spiele und Chinas kontra Menschenrechte und Tibet.
Das IOC möchte keine klare Stellung zu Menschenrechtsfragen beziehen und sieht den Fackellauf als sportliche Veranstaltung. China beschwert sich über die Europäische Union und verbittet sich jegliche Einmischung in innere Angelegenheiten. Wie von INTERCULTI mehrfach berichtet sind die Menschenrechte in China ein sehr heikles Thema. und die Lage in Tibet nach wie vor sehr kritisch. Die Medien in China wenden eine harte Zensur an, wenn es um internationale Kritik an China und den Menschenrechten gibt. INTERCULTI ist ebenfalls für die Thematisierung dieses Themas und solidarisiert sich mit den Menschen in Tibet.
Allerdings machen wir im Zuge dieser Diskussion nochmals darauf aufmerksam, dass Sie im täglichen Geschäft mit den Chinesen die Menschenrechte oder die Tibetdiskussion nicht thematisieren oder ansprechen sollten. Chinesen sind sehr nationalstolz und kennen unsere Fernsehberichte nicht. Negative Berichte werden nicht nur als Berichte gegen China angesehen, sondern auch als Angriff gegen die chinesische Bevölkerung und die kommunistische Partei. Im täglichen Geschäftsleben sollten Sie daher dieses Thema elegant umschiffen, da man Sie nicht verstehen wird.
Helfen können Sie zum Beispiel damit, dass Sie chinesischen Produkte meiden, die Sponsoren thematisieren oder sich mit den zahlreichen Petitionen zu den Menschenrechten in Tibet anschliessen. Je näher die Olympischen Spiele in Peking kommen, desto schärfer werden die Proteste und wir gehen davon aus, dass es auch während der Spiele Störungen geben wird. Die Sponsoren der Olympischen Spiele sollten sich überlegen ob und wie die Spiele weiterhin unterstützt werden, ohne das die Marken ein negatives Image wegen der Menschenrechtsdiskussion erhalten. Wird Marketing und Geschäft wichtiger bewertet als Menschenrechte? INTERCULTI meint daher das China in der Klemme steckt und die Probleme nur noch zunehmen werden. Der Fackellauf durch Tibet wird es zeigen und INTERCULTI wird weiter kritisch dazu berichten.
Was meinen Sie zu dieser Situation? Sollte Sport, Wirtschaft und Politik getrennt werden? Sollte man im täglichen Geschäftsleben mit Chinesen dieses Thema ansprechen oder haben Sie schon Erfahrungen gesammelt mit der Diskussion mit Chinesen zu den Menschenrechten? Diskutieren Sie mit - wir freuen uns auf Ihre Nachrichten.