Vor kurzer erhielt unsere Redaktion eine Email mit einem Webseitenlink, der ausschliesslich die schlechten Seiten von Katar zeigt. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Katar ein schwieriger Ort um Geschäftsverhandlungen zu führen und das nicht alles Gold ist was glänzt. Katar ist im Moment ein sehr aufstrebender Ort. Ähnlich wie Dubai vor 10 Jahren werden in Katar dutzende von Bürohäusern gebaut, die Infrastruktur erweitert, ein neues Messezentrum gebaut, neue Firmen siedeln sich an. Katar ist mit seiner Erdgas- und Erdölproduktion führend in der Welt und mit steigenden Öl- und Gaspreisen steigt auch der Wohlstand von Katar. Die Asian-Games wurden erfolgreich im Dezember 2006 abgehalten und Katar hat sich auch als Sport-, Freizeit- und Bildungszentrum unter den Golfstaaten entwickelt.
Neben diesen sehr positiven Entwicklungen gibt es auch eine Kehrseite von Katar die Sie auf diesem Link lesen können.
Bitte nehmen Sie nicht alle Inhalte von qatarsucks.com für wahr. Einige Themen sind:
1. Erschwerte Einreisebedingungen / Konfizierung von Pässen
2. Misshandlungen von Hausangestellten
3. Hohe Kriminalität, über die nicht berichtet wird
4. Falsche Versprechungen der Kataris
5. Schlechte Wohnbedingungen
6. Diskriminierungen und Ausländerfeindlichkeit
7. Moderne Sklaverei und Gastarbeiter
8. Fehlende Pressefreiheit und Zensur
9. Bordellbesuche & andere weniger moralische Aktivitäten
Wie immer ist viel Story dabei, aber es werden auch ein paar wahre Inhalte und Erlebnisse geschildert. Sie sollten sich bei der Vorbereitung auf Ihre Geschäfte in Katar auf jeden Fall auch über die Kehrseite und dunkle Seite von Katar informieren. Diese Webseite ist übrigens in Katar selbst nicht zu lesen, da sie dort von den dortigen Behörden zensiert wird. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis diese Seite wieder Offline gestellt wird, da Katar ja auch von Amerikanern als Hub für Waffen, Militär und Geheimdienste im Golf benutzt wird und daher schlechte Nachrichten auch negativ auf Amerika auswirken.
Katar sollte somit auch nicht oben auf Ihrer Liste der Auswanderungsländer stehen.
Haben Sie bereits negative Erfahrungen in Katar gesammelt? Diskutieren Sie mit uns hier auf INTERCULTI. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Kommentare (2)
Liebe Interkulti-Redaktion,
aus unerfindlichen Gruenden bin ich leider erst jetzt im Jahre 2009 auf Ihre Seite gelangt.Hier mein Kommentar zu Katar, wo ich mich als Individual-Person (also fernab europaeischer und mehr oder minder abgesicherter Vertraege/Konditionen)arbeitsbedingt seit einigen Jahren (leider noch)aufhalte (muss).
Nur so viel und derzeit aus akuten Sicherheitsgruenden: Das, was in der qatarsucks-Seite (im Land meist ueberall geblockt) steht ist leider mehr als nur wahr und entspricht weit und zunehmend mehr der traurigen Realitaet in diesem Land als genannte Vorteile. Man kann Glueck haben, aber +/- Normal-Leben ist immer mehr die Minoritaet. Ich habe in den wenigen Jahren meiner Anwesenheit bereits selbst mindestens 8 Freunde/Familien aus verschiedenen Laendern der arabischen und westlichen Welt und durch die katarische alltaegliche Willkuer hier verloren. Entweder mussten sie binnen kuerzester Zeit ausreisen, weil sie von heute auf morgen und ohne Grund u. Vorwarnung von ihren sogenannten "Sponsoren" (Sklavenhaltern) entlassen wurden, Visa gecancelt (und im Nachhinein entweder gar nicht oder nur teilweise bezahlt wurden);oder sie wurden
gar deportiert mit naechtlichem Besuch an der Haustuere; oder Kollegen/Freunde wurden "mal eben " vom Schreibtisch mehrere Wochen ins Gefaengnis gesteckt (ohne jeglichen und legalen Grund!,wie sich dann auch nach oftmals ueber einem Jahr eines konstruierten Strafverfahrens-und Gegenverfahrens herausstellte.Die Opfer konnten weder ausreisen,noch wurden ihre Vertraege bezahlt u. ohne ihre Botschaften oder Anwaelte kontaktieren zu duerfen! Oder, einmal einen Vertrag beendet, erhaelt man vom "Sponsor" nicht den notwendigen ' No Objection/Release Letter",(also die Entlassung des Sklavenhalters fuer die Uebernahme durch einen anderen) um bei einem anderen "Sponsor" arbeiten zu koennen. Oder man erhaelt kein erforderliches "Exit" -Visum zum Verlassen des Landes ( immer erforderlich, selbst fuer einen Tagestripp ins Ausland!)und wird im Land festgehalten, solange es dem "Sponsor" ' gefaellt'. Die wenigen Moeglichkeiten auf Hilfe , die es hier gibt, sind so minimal und dauern so lange fuer die Betroffenen, dass die armen Auslaender bis dahin entweder meist verzweifelt,verarmt oder gar ruiniert sind. Anm.:Kataris sind von all diesen Methoden nicht betroffen mit Ausnahme zeitweilig auch der Moeglichkeit eines Arbeitsplatzverlustes, wenn sie mal gerade der "falschen" Sippe/Richtung angehoeren. ( meist faellt die Abwesenheit eh nicht auf oder ins Gewicht, da die wenige Arbeitszeit, die sie physisch und arbeitend praesent sind, per se von anderen "Sklaven" nebenbei ausgefuehrt werden).Aber als Katari faellt man "weich", entweder wird man 'retired' mit ausreichenden Bezuegen oder sie erhalten fast ausschliesslich durch Beziehungen sehr schnell einen neuen meist Manager-oder Direktor- Sessel ( drunter macht es kaum ein Einheimischer). Alle hier aufgefuehrten Schilderungen habe ich entweder selbst erlebt oder verfuege ueber zig- Zeugnisse, auch in schriftlicher Form. Gerne stehe ich der Redaktion fuer weitere Informationen zur Verfuegung.
Anmerkung und nur zur Vermeidung etwaiger Kommentare: Ich bin seit vielen Jahren arbeits-, wie privat-halber international und in arabischen Laendern unterwegs incl.dortigem mehrjaehrigem Lebensmittelpunkt. Aber das Erlebte hier bewegt sich fernab von allem bisher Vorstellbaren! (und aufgrund von persoenlichen Berichten v Kollegen/Bekannten, die sowohl Saudi Arabien kennen wie Katar versicherten die meisten, dass sie in Saudi Arabien besser behandelt und respektiert worden seien als hier in Katar.)
Liebe Betty,
vielen Dank fuer Deinen sehr hilfreichen Kommentar, der sicherlich und hoffentlich vielen unseren Lesern weiterhelfen wird. Wir werden bald eine Reihe ueber Arabien starten und kommen gerne mit einen Gastartikel auf Dich zu! Bis dahin alles Gute und nicht unterkriegen lassen!
Beste Gruesse INTERCULTI
Von Betty | 05.08.09 17:35
Liebe INTERCULTI-Redaktion. Ja, hoffe sehr, dass es einigen weiterhelfen wird. Wenn Katar, dann eben am besten NUR ueber europaeisches, westliches Unternehmen. Ich und diverse derzeit Betroffene muessen derweil weiter kaempfen(was auch nicht alle koennen, wie z.B. die vielen armen nepalesischen/ sri lankesischen Strassenarbeiter oder die indischen,indonesischen, filippinischen Hausmaedchen/Nannies) -bis wir hier endlich raus sind aus diesem ungastlichen Flecken Erde (kleiner als Hessen), aber leider eines der reichsten Laender der Erde mit einem der hoechsten BIP..!
Stehe auch gerne fuer Gastartikel zur Verfuegung, nicht nur fuer Katar, sondern auch andere arabische Laender im Bedarfsfalle und nach interner Absprache. Gruss Betty
Von Betty | 06.08.09 17:14