INTERCULTI berichtete mehrfach über die politischen Unruhen in Myanmar (Birma). Nun ist der riesige Staat im Südosten Asiens von einem der schlimmsten Zyklone heimgesucht worden und die UN befürchtet bereits bis 200.000 Tote durch die direkten und indirekten Folgen des Killersturms.
Nach gut einer Woche des Zyklons der Birma mit aller Wucht traf, läuft die internationale Hilfe aufgrund der restriktiven Haltung des Militärregims sehr schleppend an. Viele Visa werden verzögert oder nicht ausgestellt. Hilfslieferungen stappeln sich am Flughafen von Rangun, an der Grenze Thailands oder im Grenzgebiet zu China und warten auf den Abtransport in Richtung der Notleidenden Menschen. Fehlende Infrastruktur ins Flussdelta machen den Weitertransport zu den am schlimmsten betroffenen Menschen fast unmöglich. Es wird davon ausgegangen, dass bisher nur 30% der Bevölkerung in Not erreicht werden konnte.
Trotz zahlreicher Sanktionen und Strafen gelingt es der USA und der EU bisher nicht dem Militärregime in Myanmar Vernuft beizubringen oder Myanmar gegenüber dem Westen zu öffnen und demokratische Strukturen einzuführen. Das Militär bereichert und feiert sich vor Ort und lässt sich nur wenig von den internationalen Protesten stören. So wie keiner mehr über die Proteste der Mönche vor nur wenigen Monaten berichtet, so wird in ein paar Monaten niemand mehr über diese Sturmkatastrophe berichten.
INTERCULTI unterstützt das Aktionsbündis verschiedener Hilfsorganisationen. HELFEN SIE DEN MENSCHEN VÒN BIRMA und SPENDEN SIE für Notleidende. Informationen finden Sie im Internet oder auf den Seiten von ARD und ZDF.
Für alle Anderen empfiehlt INTERCULTI - unterstüzten Sie das Militärsystem Myanmar NICHT durch Ihre Reise oder durch Ihre Geschäftstätigkeit in Birma. Halten Sie Investitionen zurück und unterstützen Sie dadurch nicht korrupte Militärmachthaber. Warten Sie auf eine veränderte politische Situation und investieren Sie dann in Birma - was vor 50 Jahren zu den reichsten Ländern Südostasiens gehörte.
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